Das Projekt

Im Folgenden wollen wir euch kurz unser Projekt vorstellen damit Ihr wisst was die Ziele des Projekts sind, was genau wir untersuchen, wie wir dabei vorgehen und wer alles mitmacht.


Projektbeschreibung

Was untersuchen wir warum?

Der Schwerpunkt unseres Projekts liegt vor dem aktuellen Hintergrund des Insektensterbens auf einer bisher wenig im Fokus stehenden Insektengruppe: Den Insektenlarven und Insekten, die in Stillgewässern leben.

Konkret beschäftigen wir uns also mit Libellenlarve, Wasserläufer, Köcherfliege und Co. Um Teiche in unterschiedlichen Landschaften kennenzulernen, liegen die Untersuchungsorte in der Stadt (Osterholz-Tenever), in einem Park (Höpkensruh) und auf dem Land (Naturschutzgebiet Borgfelder Wümmewiesen). „Insekten verbinden Stadt und Land“ – versteht ihr jetzt, warum das Projekt so heißt?

Wer macht mit?

Das Projekt ins Leben gerufen hat die Stiftung NordWest Natur (NWN). Als Kooperationspartner hat sie sich die Gesamtschule Bremen-Ost (GSO) dazu geholt. Ebenfalls beteiligt ist die Hochschule Bremen mit dem Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie sowie die Hans-Wendt-Stiftung. Gefördert wird das Projekt durch „Bingo! Die Umweltlotterie“.

Was sind die Ziele des Projekts?

Im Laufe des Projekts sollen zwei Ebenen genauer betrachtet werden: Der direkte anthropogene Einfluss auf Stillgewässer und Wasserinsekten sowie der schleichende Wandel z.B. durch Klimawandel und Sukzession.

Dabei zielt das Projekt vor allem darauf ab, uns Schülerinnen und Schüler für die Wichtigkeit von Landschafts-, Gewässer- und Artenschutz zu sensibilisieren und uns draußen zu zeigen, welche Folgen Flächenverbrauch, Klimawandel und Landnutzung für unser Ökosystem haben.

Durch das Projekt wird unser Biounterricht total anders: Neben unserem Biolehrer Moritz Haupt kommen nun auch externe Experten von der Stiftung NordWest Natur in die Schule und bringen uns ökologische Zusammenhänge bei. Außerdem nehmen sie uns mit raus an unterschiedliche Teiche. Die Teiche untersuchen wir, indem wir keschern, chemische Proben nehmen und strukturelle Aspekte dokumentieren. Wir machen viele Fotos und Videos. Auch müssen wir Protokolle schreiben, das ist ganz schön anstrengend. Anschließend veröffentlichen wir unsere Ergebnisse, Fotos und Erlebnisse auf YouTube, Instagram und auf diesem Blog. Es liegt also in unserer Verantwortung geeignete Daten und Fotos hochzuladen, Texte zu verfassen und diese anschaulich darzustellen. Damit wir wissen wie das geht, waren Mitarbeiter*innen von der Medienagentur WebMen in der Schule und haben mit uns einen Einführungsworkshop gemacht. Matthias Kahrs, ein Fotograf der z.B. für den Wümme-Kalender Fotos macht, war mit uns draußen und hat uns da auch Tipps zum Fotografieren gegeben.

Wie gehen wir vor?

Während des zweijährigen Projekts werden wir uns auf verschiedene Art und Weise mit den bereits vorgestellten Themen beschäftigen. Bis jetzt waren wir an insgesamt sechs Stillgewässern, die unterschiedlich stark durch den Menschen beeinflusst werden. An allen sechs Gewässern haben wir uns die Gewässerstruktur, die Gewässerchemie und die im Wasser lebenden Insekten (Makrozoobenthos) angeschaut. Die Ergebnisse haben wir dann in vorab angefertigten Ergebnisbögen festgehalten.

Wenn Ihr also wissen wollt was wir bis jetzt erlebt und herausgefunden haben und was wir in der kommenden Zeit noch alles machen, dann schaut euch unsere Beiträge an!


Was haben wir konkret untersucht?

Gewässerstruktur: Der Begriff Gewässerstruktur beschreibt alle natürlichen und künstlichen Strukturen der Gewässersohle, des Ufers und der Aue. Gemeint sind damit z.B. Pflanzen am Ufer und im Gewässer, künstliche Bebauung, der Gewässerboden oder die Wassertiefe.

Die Theorie sagt folgendes: Sind die Strukturen eines Gewässers sehr vierfältig, gibt es also Versteckmöglichkeiten, ausreichend Futter, Plätze zur Eiablage etc., finden dort viele verschiedene Spezialisten einen Lebensraum. Sind die Strukturen eher eintönig, siedeln sich weniger anspruchsvolle und anpassungsfähige Generalisten wie z.B. die Zuckmückenlarve an. Grundsätzlich reicht allein die Betrachtung der Gewässerstruktur aber nicht aus um z.B. auf die Artenvielfalt zu schließen.

Gewässerchemie: In Gewässern gibt es verschiedene chemische Parameter, die für die darin lebenden Organismen von enormer Bedeutung sind. Verändern sich die Parameter (Sauerstoffgehalt, ph-Wert, Härte, Temperatur und Leitfähigkeit) kann das verheerende Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt haben.

Ebenfalls wichtig ist die Betrachtung der im Wasser gelösten Nährstoffe (Nitrit, Nitrat, Ammonium und Phosphor). Denn wenn zu viele Nährstoffe im Wasser gelöst sind kann dies zur Eutrophierung führen. Dadurch können Algen und Wasserpflanzen übermäßig wachsen und entziehen anderen Pflanzenarten, vielen Kleinlebewesen und Tieren die Lebensgrundlage.

Makrozoobenthos: Makrozoobenthos sind wirbellose Tiere, die im oder auf dem Gewässerboden leben. Wie alle Lebewesen nehmen auch sie einen Platz in unserem Ökosystem ein. So sind sie beispielsweise eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiergruppen wie z.B. Fische, Vögel oder Reptilien.

Außerdem kommt ihnen eine andere wichtige Funktion zu: die Indikatorfunktion. Das bedeutet, dass mit ihrer Hilfe der Zustand von Gewässern bestimmt werden kann, da sie sehr empfindlich auf Veränderungen von z.B. Temperatur oder Nährstoffgehalt reagieren. Beispiele für Makrozoobenthos sind: Strudelwürmer, Egel, Muscheln, Libellenlarven, Schnecken oder Käfer.

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